Archiv für Juni, 2009

sambaXP 2009 – Folien und Audio

28. Juni 2009

Ende April war ich, wie berichtet, auf der sambaXP in Göttingen. Mittlerweile stehen auch die Folien sowie eine Audio-Aufzeichnung meines Vortrages bereit. Darüber hinaus kann man sich auch einige Fotos der Konferenz ansehen.

Exchange Remote Wipe

25. Juni 2009

Die Funktion “Remote Wipe” wie sie das iPhone beherscht steht im Gegensatz zu “Finy My Iphone” auch Menschen mit Exchange-Postfach zur Verfügung (ab Exchange 2003 SP2). Mit Exchange 2007 hat das Löschen von mobilen Endgeräten darüber hinaus Einzug in das Outlook Web Access (OWA) gehalten. Dies ermöglicht dem Nutzer eines Exchanges-Postfachs sein mobiles Endgerät (Smartphone, PDA, iPhone, etc.) aus der Ferne um alle Daten des Exchange-Postfachs zu erleichtern. Die entsprechende Funktion findet man im OWA (beim Zugriff via Internet Explorer) unter Optionen -> Mobile Geräte. Ist die Funktion aktiviert, wird innerhalb von Exchange ein Flag gesetzt, dass das mobile Endgerät dazu veranlasst bei der nächsten Synchronisation alle Exchange-Daten zu löschen. Die Funktion steht natürlich nur zur Verfügung, so lange noch eine Verbindung zu dem mobilen Endgerät möglich ist.

Passive Boxen fürs iPhone

22. Juni 2009
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Der im iPhone verbaute Lautsprecher erfüllt zwar seine Funktion sehr gut, klingt aber mitunter etwas sehr blechern. Deshalb bin ich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach kleinen, passiven Boxen für das iPhone. Vor kurzem entdeckte ich dann das “SBP 1100 Stereo Lautsprecher-System” von Philips. Angesichts der guten Rezensionen und einem Preis von knapp 16 Euro habe ich die Boxen letzte Woche gekauft und bin seit beginn an sehr zufrieden damit. Der Klang ist trotz eines Durchmessers von knapp 10 cm wirklich sehr gut – um längen besser als der eingebaute iPhone-Lautsprecher.

In den Rezensionen bei Amazon findet man den Kritikpunkt, dass die Boxen nicht besonders laut sind. Dies kann ich zwar bestätigen, angesichts der kompaten Größe sollte man aber auch keine “Boom-Box” erwarten. Einzig das Kabel könnte ein wenig länger sein, da man das iPhone aufgrund der Störgeräusche (bei GSM) schon ein bisschen von den Boxen entfernen muss.

WordPress Plugins jetzt mit Changelog

21. Juni 2009

Möchte man als WordPress-Plugin-Entwickler seinen Nutzern bei neuen Versionen kompakt die Änderungen präsentieren, bietet sich ein Changelog an. Sei dem ich WordPress-Plugins entwickle fehlte ein solches Feature, so dass ich bis dato den Punkt “Other Notes” dazu benutzt habe. Seit kurzem bietet aber auch das Plugin-Verzeichnis eine solche Funktion an. Entwickler müssen lediglich einen neuen Abschnitt in der readme.txt aufnehmen.

== Changelog ==

= 1.0 =  
* A change since the previous version.  
* Another change.  
 
= 0.5 =  
* List versions from most recent at top to oldest at bottom.

via

Zensi Zensa Zensursula

20. Juni 2009

Anmerkung: Auch wenn ich das Video sehr genial gemacht finde, bin ich der Meinung, dass das Zugangserschwerungsgesetz in seiner jetzige Form (noch) keine Zensur darstellt. Gleichwohl es ohne Frage eine Zensurinfrastruktur schafft mit der Zensur möglich ist.

Offener Brief an Monika Griefahn, MdB (SPD)

18. Juni 2009

Meine Meinung zum geplanten Zugangserschwerungsgesetz verbinde ich mit einem offenen Brief an Monika Griefahn, MdB (SPD), der heute noch per Post raus geht. Sollte jemand noch einen Typo finden, wäre ich für einen kurzen Hinweis dankbar.

Sehr geehrte Frau Griefahn,

ich beziehe mich auf die von Ihnen auf Ihrer Internet-Seite veröffentliche Stellungnahme zum geplanten Zugangserschwerungsgesetz vom 16.06.2009 [1].

Mit großer Verwunderung entnehme ich Ihrer Stellungnahme, dass Sie das Durchsetzen der Forderungen der SPD auch als Erfolg für die “Netz-Community“ sehen. Schaut man sich die Reaktionen eben jener “Netz-Community“ an, ergibt sich ein ganz anderes Bild (siehe [2] [3], [4], u.v.a.).

Ich möchte im Folgenden auf einige Punkte Ihrer Stellungnahmen eingehen.

Sie schreiben:
„Als SPD-Bundestagsfraktion haben wir uns mit allen unseren Forderungen durchgesetzt und mit dem jetzt neu gefassten Gesetz eine rechtsstaatliche Grundlage geschaffen, die KEINE Zensurinfrastruktur schafft.“

Und doch schafft das Zugangserschwerungsgesetz genau das. Das Bundeskriminalamt erstellt eine Liste mit Internet-Seiten die täglich an deutsche Provider übermittelt werden um dort “mit geeigneten technischen Maßnahmen“ gesperrt zu werden. Die Erstellung der Liste unterliegt keiner öffentlichen Kontrolle, sondern ist geheim und wird ausschließlich durch das BKA geführt. Auch eine Benachrichtigung des Betreibers einer betroffenen Internet-Seite ist nicht vorgesehen. Mit Verlaub, Frau Griefahn, aber das ist de facto eine Zensurinfrastruktur. Eine Zensur des Internets wie wir sie gerade im Iran erleben wäre damit ohne Probleme möglich.

Ja, das Gesetz sieht die Kontrolle der Sperrliste durch ein Gremium vor. Angesichts der Schnelllebigkeit des Internets und der Tatsache, dass das BKA die Sperrliste täglich erstellt, ist alles andere als eine tägliche Kontrolle der Liste mehr als unzureichend. Das Gesetz sieht hier lediglich eine mind. Quartalsweise durchzuführende Kontrolle vor. Von der Tatsache, dass nur stichprobenhaft kontrolliert werden soll einmal ganz abgesehen. Und selbst die vollständige, tägliche Kontrolle der Sperrlisten ist durch ein Gremium bestehend aus 5 Personen so gut wie unmöglich. Halten Sie dies wirklich für eine ausreichende Kontrolle mit der eine mögliche Zensur verhindert werden kann?

Ja, das Gesetz ist auf Internet-Seiten mit Kinderpornographischen Inhalten begrenzt. Sie Formulieren es aber bereits sehr treffend, in dem Sie in Ihrer Stellungnahme schreiben: “Mit der SPD ist keine Ausweitung des Gesetzes zu machen.“. Schaut man sich die aktuellen Umfragewerte der SPD an, ist fraglich, ob es in der nächsten Legislaturperiode eine Bundesregierung mit der SPD geben wird. Und was passiert dann? Was die nächste Bundesregierung mit diesem Gesetz macht ist eine große Unbekannte. Genau so schnell wie dieses Gesetz jetzt die Instanzen passierte kann es von der nächsten Regierung geändert und angepasst werden. Und gerade die aus den Skandinavischen-Ländern durchgesickerten Sperrlisten zeigen, wie schnell sich die Sperrlisten mit Internet-Seiten füllen, die überhaupt nichts mit Kinderpornographie zu tun haben [5].

Sie schreiben:
„Löschen vor Sperren: Internetseiten werden nur dann gesperrt, wenn eine Löschung nicht erreicht werden kann.“

Der “Netz-Community“ ging es schon von Beginn an um “Löschen statt Sperren“ und nicht um “Löschen vor Sperren“. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Darüber hinaus sollte das Entfernen von Inhalten mit Kinderpornographischen Inhalten (auch) im Internet eine Selbstverständlichkeit sein. Das gelöscht wird/werden soll, bedarf keiner großen Betonung. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum – auch wenn der ein oder andere Ihrer Koalitions-Kollegen hier anderer Meinung ist. Und gerade die “Netz-Community“ hat durch Aktionen wie bspw. [6] gezeigt, wie einfach Löschen statt sperren ist. Ferner konnte die Bundesregierung bis dato weder Zahlen noch Länder nennen [7] in denen eine Strafverfolgung nicht möglich ist.

Wäre es nicht viel sinnvoller die Ressourcen in den Landes- und Bundeskriminalämtern aufzustocken, die Mitarbeiter besser auszubilden, gezielt auf die Provider zuzugehen um die Internet-Seiten vom Netz zu nehmen und eine bessere Internationale Zusammenarbeit zu forcieren, anstatt mit einem einfach zu umgehenden “Sichtschutz“ Kinderpornographie im Internet auszublenden?

Sehr geehrte Frau Griefahn, ich habe die größten Bedenken bei dem hier geplanten Zugangserschwerungsgesetz. Ich bin der Meinung, dass die Zugangserschwernis wie sie hier in Gesetzesform gegossen wird eine Zensurinfrastruktur aufbaut und keinem Kind hilft, welches sexueller Gewalt ausgesetzt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kubiak

P.S.: Im Übrigen empfiehlt auch der 2007 von der SPD gegründete Online-Beirat dem Gesetz eine klare Absage zu erteilen [8].

P.P.S.: Auf die von Frau von der Leyen mit den Providern getroffenen Verträge bin ich bewusst nicht eingegangen. Das geplante Gesetz damit zu begründen, dass es “das geringere Übel“ [9] ist, macht es nicht besser. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass man nicht gegen diese Verträge hätte vorgehen können.

Quellenangaben:
[1] http://www.monika-griefahn.de/inhalt/meinearbeit/presse/2009/pm090616.php
[2] http://www.spreeblick.com/2009/06/16/auf-nimmerwiedersehen-spd/
[3] http://netzpolitik.org/2009/datenschutznovelle-spd-faellt-mal-wieder-um/
[4] http://www.blogsprache.de/2009/06/17/offener-brief-an-die-spd-bundestagsfraktion/
[5] http://blog.odem.org/2009/04/17/pressemappe-ak-zensur-2009-04-16.pdf (16 ff.)
[6] http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html
[7] http://blog.odem.org/2009/06/bundesregierung-keine-kenntnis.html
[8] http://netzpolitik.org/2009/online-beirat-der-spd-gegen-zensurgesetz/
[9] http://twitter.com/griefahn/statuses/2205558023

128.194

16. Juni 2009

Die Zahl des Tages lautet: 128.194. (Mind.) 128.194 Menschen haben sich gegen die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur “Indizierung und Sperrung von Internetseiten” ausgesprochen. Nie zuvor haben im Rahmen einer ePetitionen mehr Menschen ihre (virtuelle) Unterschrift abgegeben. Damit ist die Online-Petition gegen die “Indizierung und Sperrung von Internetseiten” die erfolgreichste ePetition die es seit der Inbetriebnahme des Systems gegeben hat. Am frühen Morgen des 16. Juni 2009 gegen 2:22 wurde die bisherige Rekordmarke überschritten und löste die Petition zur “Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin” (128.193) als stimmstärkste Petition ab. Erwähnen muss man in diesem Zusammenhang auf jeden Fall, dass es bei der Petition zur “Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin” noch keine Pflichtregistrierung gab.

Mich persönlich freut es wirklich sehr, dass auch noch diese Marke geknackt wurde. Ich halte dies für ein wirklich deutliches Zeichen Richtung Bundesregierung – wenn auch nur für ein Zeichen. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen für den Petitions-Server nun endlich die Ressourcen aufstocken. Der Server ist mehr als einmal an seine Grenzen gestoßen und war gerade in den letzten Tagen stellenweise de facto nicht erreichbar.

NoSpamNX 2.0

14. Juni 2009

Knapp drei Monate nach dem ersten Release von NoSpamNX habe ich vor wenigen Augenblicken die Version 2.0 von NoSpamNX in das WordPress Plugin-Verzeichnis geladen. Auf die Anpassungen des neuen Release möchte im Folgenden kurz eingehen.

“Als Spam markieren” nun standardmäßig
Aufgrund der Vielfalt an unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten von WordPress kam es in der Vergangenheit bei einigen Blogs dazu, dass NoSpamNX nach einem Update alle Kommentare fälschlicherweise als Spambot erkannte. Hier funktioniert NoSpamNX einfach “zu gut”. Sobald NoSpamNX irgendetwas nicht passt, denkt NoSpamNX, dass es sich um einen Spambot handelt. Deshalb habe ich bereits seit der Einführung der drei Modi “Blockieren”, “Moderieren” und als “Spam markieren” (damals noch in Yawasp), darüber nachgedacht standardmäßig nach einem Update oder einer Neuinstallation den Modus “Als Spam markieren” zu aktiveren. Mit der Version 2.0 habe ich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Ich denke, es ist sinnvoller nach einem Update kurz seinen gewünschten Modus einzustellen, als dass alle Kommentare (bei einem kleinen Fehler) blockiert werden. Dies hat allerdings zur Folge, dass NoSpamNX nun mind. WordPress 2.7 benötigt, da es erst ab dieser Version möglich ist, Kommentare (ohne Plugin) als Spam zu markieren. Der empfohlene Modus ist nach wie vor “Blockieren”.

NEU: Blacklist
WordPress selbst bietet standardmäßig eine Blacklist an, mit der man Kommentare nach bestimmten Zeichenkennten filtern kann. Kommt eine solche Zeichenkette in einem Kommentar vor, wird der Kommentar in die Moderation gelegt. Diese Option wurde nun auf NoSpamNX übertragen. Hier wurde der WordPress Code ein wenig “recycled” und angepasst in NoSpamNX implementiert. Ebenso wie die WordPress-Blacklist arbeitet auch die NoSpamNX-Blacklist mit Teilzeichenfolgen. Schreibt man “foo” in die Blacklist und “foobar” wird in das Kommentarfeld eingetragen, wird der Kommentar blockiert. Sinn macht diese Option allerdings nur, wenn NoSpamNX im Modus “Blockieren” arbeitet. Andernfalls kann man auch die WordPress-Blacklist verwenden. Die NoSpamNX-Blacklist sucht nach Mustern in den folgenden Feldern:

  • Autor
  • URL
  • E-Mail

NEU: Referer-Check
Im Zusammenhang mit meiner kleinen Analyse von automatisierten Spambots vor einigen Woche habe ich festgestellt, dass man mit relativ einfachen Mitteln POST-Daten an das WordPress-Kommentar-Formular von einer externen URL senden kann. Es wird leider nicht geprüft, ob der Kommentar auch vom eigenen Blog kommt. Die Option einen Referer-Check bei einem neuen Kommentar durchzuführen hatte ich bereits mit Version 1.8 eingebaut. Dies führte allerdings bei einigen Blogs zu Problemen. Mit NoSpamNX gibt es diese Funktion nun wieder, Optional, standardmäßig deaktiviert, und mit der Möglichkeit den Referer-Check vor dem Aktivieren zu prüfen.

Entfernt: Option NoSpamNX auf bestimmten Beiträgen/Seiten zu deaktivieren
Mit NoSpamNX 2.0 ist es nicht mehr nötig, dass Plugin auf bestimmten Artikeln/Seiten zu deaktivieren. Dies war nur nötig, da bei der Verwendung von Formularen und gleichzeitiger Verwendung von NoSpamNX zu Problemen kam. Die versteckten Felder werden jetzt *ausschließlich* in das WordPress Kommentar-Formular eingefügt.

Entfernt: IP-Adressen Blockieren
Mit der neuen Version wurde die Möglichkeit der Speicherung und Blockieren von IP-Adressen von erkannten Spambots zu Gunsten der neu eingeführten Blacklist entfernt.

Ansonsten gab es neben einigen Code-Optimierungen noch kleinere Anpassungen. Im Vergleich zu NoSpamNX 1.x hat sich der Umfang an Code darüber hinaus um ca. 25% reduziert.

WordPress 2.8 erschienen

11. Juni 2009

Nach einigen Terminverschiebungen wurde gestern WordPress in der Version 2.8 veröffentlicht. Die neue Version trägt den Sptiznamen “Baker” und bringt einige Neuerungen und Verbesserungen mit sich. Ich hatte den Release-Canidate bereits seit einigen Tagen hier installiert und war damit sehr zufrieden. Deshalb schreib ich diese Zeilen bereits unter 2.8.

WordPress 2.8 steht derzeit nur in Englisch zum Download bereit. Eine deutsche Version wird mit Sicherheit in kürze folgen. Mittlerweile steht auch die deutsche Version zum Download bereit.

T-Mobile Tethering Gau

10. Juni 2009

In meinem Freundes und Bekanntenkreis war ich immer jemand, der die Tarife von T-Mobile “verteidigt” hat. Diese sind zwar alles andere als günstig, vom Preis/Leistungsverhältnis finde ich sie aber okay. Was sich T-Mobile aber gerade in Bezug auf Tethering leistet ist IMHO eine Frechheit. Erst wurden vor einigen Monaten MultiSim-Karte kostenlos raus gegeben, damit man auch auf einem anderen Gerät über den iPhone Tarif ins Internet konnte. Anschließend kamen dann neue (unübersichtliche) Tarife in denen die MultiSim Nutzung dann untersagt wurde. Und jetzt, wo das iPhone mit der Software-Version 3.0 endlich Tethering unterstützt, will T-Mobile dies nur gegen Aufpreis anbieten?!!