Beiträge mit dem Tag ‘podcast’

Die Mutter aller Podcasts

10. August 2009
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Meine erste Folge Chaosradio Express war die Ausgabe 25, welche ich in Vorbereitung auf meine Bachlorarbeit irgendwann Ende 2006 gehört habe. Seit dem hat sich mein Podcast Konsum regelmäßig gesteigert und mein Feed-Reader zeigt mir derzeit eine mittlere zweistellige Zahl an eben diesem Medium, dass ich in den letzten Jahren so schätzen gelernt habe. Allen voran Chaosradio Express – die Mutter aller Podcasts.

Als jemand der selber regelmäßig versucht einen Podcast aufzunehmen, weiß ich wie schwierig es ist ein Thema zu finden, dies vorzubereiten und anschließend in einer selbst gewählten (hohen) Qualitätsstufe auch umzusetzen. Doch das scheint für Tim Pritlove kein großes Problem zu sein, versorgt er doch den geneigten Hörer regelmäßig mit neuem Audio-Futter. Und das nun schon seit knapp 4 Jahren (neben vielen anderen Podcasts). Chaosradio Express ist mit Sicherheit der Podcast, aus dem ich die meisten fachspezifischen Informationen sowohl für den privaten, als auch den beruflichen Alltag gewonnen habe.

Chaosradio Express ist nichts für zwischendurch. Eine Folge kann auch schon mal gut 3 Stunden dauern. Manchmal ist dies völlig ausreichend und manchmal schon fast zu wenig. Man kann aber davon ausgehen, dass nach einer Folge nur noch wenige themenspezifische Fragen offen sind. Dabei beschränkt sich Tim nicht nur auf techniklastige Themen, sondern macht auch mal eine Sendung über z.B. Kaffee.

Kritisieren kann man höchstens, dass der ein oder andere Gast etwas einschläfernd wirkt oder man die Aufmerksamkeit verliert, weil der rote Pfade nicht ganz eindeutig erkennbar ist. Solche Folgen sind aber die absolute Ausnahme.

Ich kann Chaosradio Express nur jedem empfehlen der regelmäßig (oder auch nur ab und zu) Podcasts konsumieren möchte. Und deshalb unterstützte ich auch gerne Tims aktuelle Aktion: “Kettenbloggen für den Weltfrieden“.

Dieser Eintrag ist Beitrag Nr. 40 zum Thema Kettenbloggen für den Weltfrieden.

hr2 Podcast zum Thema BKA-Gesetz

19. November 2008

hr2 fasst in seinem Podcast “Der Tag” das BKA-Gesetz kritisch zusammen. Die 53 Minuten lange Sendung ist so ziemlich das Beste was ich von den Öffentlich-rechtlichen seit langer Zeit gehört bzw. gesehen habe.

via: law blog

Blogparade Podcast’ 08 – Auswertung & Teilnehmer

22. April 2008

Gestern endete meine am 20. März 2008 gestartete Blogparade zum Thema Podcast 2008. Heute habe ich mich an die Auswertung gemacht. Auch wenn die Anzahl der Blogs am Ende sehr überschaubar geworden ist, möchte ich bei allen Teilnehmern herzlichst bedanken!

Insgesamt haben 13 Blogs teilgenommen. Zwei davon sind derzeit leider offline, so dass diese nicht in die Auswertung mit eingeflossen sind.

Wie viele Podcasts hörst Du derzeit?
Die Anzahl der abbonierten Podcasts war bei den Teilnehmern sehr unterschiedlich. Die Spanne reichte von 97 (Maximum) bis zu 4 (Minimum). Durchschnittlich wurden 23 Podcasts abboniert.

Welche Themen interessieren Dich bei Deinen Podcasts?
Hier zeigte sich ein ganz klarer Trend. Weit über 3/4 der Teilnehmer gab an, technikorientierte Themen zu hören.

Welche Podcasts hörst Du besonders gerne (max. 2)?
Mit drei Nennungen war der Podcast “Bitsundso” der Meistgenannte. Dicht gefolgt von “Chaosradio Express” mit zwei Nennungen.

Wo hörst Du Deine Podcasts (zu Hause, unterwegs, im Auto, etc.)?
Die vorwiegende Anzahl der Teilnehmer hören Podcasts “zu Hause” (8-mal). Gefolgt von “im Auto” (4-mal), “unterwegs” (3-mal) und “auf der Arbeit” (2-mal).

Womit hörst Du Deine Podcasts (iTunes, Flash-Player auf der Seite, Winamp, etc.)?
Knapp die Hälfte der Teilnehmer hören Podcasts mit iTunes/iPod. Ein Vierteil hören Podcasts direkt über die Webseite des jeweiligen Anbieters.

Nimmt die Anzahl deiner Podcasts eher zu, eher ab oder bleibt sie gleich?
7 Teilnehmer gaben an, dass die Anzahl ihrer Podcasts zu nimmt. 6 Teilnehmer gaben an, dass die Anzahl ihrer Podcasts gleich bleibt.

Produzierst Du selber einen Podcast?
4 der 13 Teilnehmer produzieren selber einen Podcast, welcher i.d.R. wöchentlich erscheint.

Liste der Teilnehmer:

Blogparade – Podcast 2008

20. März 2008

Der Podcast ist tot, es lebe der Podcast! Frei nach diesem Motto starte ich hiermit meine erste Blogparade. Da ich vor kurzem selber angefangen habe einen Podcast aufzunehmen, und mich ständig Podcast “unterversorgt” fühle, würde mich einmal interessieren, wie die aktuelle Meinung zum Thema Podcast ist. Schließlich hört man ja an einigen Stellen, dass der Podcast tot sein soll.

1. Wie viele Podcasts hörst Du derzeit?
2. Welche Themen interessieren Dich bei Deinen Podcasts?
3. Welche Podcasts hörst Du besonders gerne (max. 2)?
4. Wo hörst Du Deine Podcasts (zu Hause, unterwegs, im Auto, etc.)?
5. Womit hörst Du Deine Podcasts (iTunes, Flash-Player auf der Seite, Winamp, etc.)?
6. Nimmt die Anzahl deiner Podcasts eher zu, eher ab oder bleibt sie gleich?
7. Produzierst Du selber einen Podcast?
8. Wenn (7.) ja, seit wann und wie oft (täglich, wöchentlich, alle x Tage, etc.)?

Um an der Blogparade teilzunehmen, schreib einen Beitrag in Dein Blog und setzt einen Link auf diesen Beitrag.

Ich freue mich auf rege Teilnahme (und viele interessante neue Podcasts und Blogs) bis zum 20. April 2008. Die Ergebnisse werden anschließend hier veröffentlicht.

In eigener Sache: Localfoo

23. Februar 2008
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Da spontane Ideen ja meistens die Besten sind, habe ich mich gestern kurzentschlossen mit Arbeitskollege und Kommilitone Martin Siebke zusammengesetzt und einen Podcast produziert. Localfoo ist ein Podcast rund um IT, Software-Entwicklung, IT-Lebensart und foo. Unser erstes Thema ist etwas, was uns beide derzeit beschäftigt: Ruby on Rails.

Von der Idee des Podcast, bis zur eigenen Seite samt erster Aufzeichnung vergingen keine 24 Stunden. Domain registriert, kurze Outline über das Thema aufgeschrieben und besprochen, Podcast aufgezeichnet, abgemischt, Blog installiert, PodPress-Plugin installiert, Links zusammengestellt und schließlich alles online gestellt. “Living The Future“, wie es Tim Pritlove mal treffend in einem von ihm produzierten Podcast beschrieben hat.

Den einen oder anderen Versprecher möge man uns bitte nachsehen – wir versprechen Besserung. Für das erste Mal sind wir aber schon sehr zufrieden damit. Die nächsten Themen sind schon notiert und Aufzeichnung Nummer 2 steht bereits in den Startlöchern.

Wolfgang Neskovic im Küchenradio

9. Dezember 2007

Einen sehr empfehlenswerten Podcast habe ich mir heute aus dem Chaosradio Blog gefischt. Wolfgang Neskovic war am 13. Dezember zu Gast beim Küchenradio und sprach über seine Tätigkeit im Parlamentarischen Kontrollgremium. Der beurlaubte Richter des Bundesgerichtshof berichtet über sein Praktikum beim BND, die Folgen der Vorratsdatenspeicherung und wie die Geheimdienste besser zu kontrollieren wären.

Einige Auszüge aus den Antworten von Wolfgang Neskovic:

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir in der Vergangenheit aus der Zeitung besser informiert wurden, als im Gremium [...] Ich glaube, dass einige Journalisten beim Spiegel und bei der Süddeutschen, besser informiert sind als wir.

Die technischen Möglichkeiten die der BND hat, sind enorm. Ich habe mich vor Ort überzeugen können, und es ist bemerkenswert, was geschieht oder geschehen kann. [...] Ich hab, glaube ich, ein mittelprächtiges Gefühl für Technik und technische Möglichkeit. Ich habe festgestellt das meine Phantasie in dem Bereich durchaus nicht ausgereift ist, weil ich eben Dinge dort vor Ort vorgeführt bekommen habe. [...] Ich hab das nicht verwundert, dass hat mich schon beängstigt. [...] Die Geheimdienste haben schon ungeheure Mittel, personell als auch technische Mittel, Menschen zu überwachen und an Informationen ran zu kommen. Deshalb muss das auch nachhaltig und konsequent kontrolliert werden. Und das ist derzeit nicht der Fall.

Zum Fall Kurnaz:

Bei der Informationsweitergabe an ausländische Behörden werden praktisch sechs Hürden aufgetürmt. Man muss erst einmal das Ganze dokumentierten, also den Vorgang der Informationsweitergabe. Man muss sicherstellen das der Zweck, zu dem die Informationen weiter gegeben werden, auch gewahrt bleibt. Man muss überprüfen, ob derjenige an den man die Informationen weiter gibt, unsere Datenstandard hat. Und, insbesondere, man muss die schutzwürdigen Interessen des betroffenen abwägen, das bedeutet, wenn ich Informationen habe, die ich nicht bestätigt habe, und von denen ich weiß, dass sie dem Betroffen schaden würden, darf ich diese nicht weiter geben. [...] Und dann wird uns berichtet, dass FBI Beamte, unmittelbar nach dem 11. September, mit deutschen Ermittlungsbeamten in einem Zimmer gesessen haben und auch personenbezogenen Daten im Gespräch ausgetauscht haben. Darüber gibt es keine Dokumentation [...] Die haben die wie ihre Kollegen behandelt und auch nicht für sich aufgenommen, dass diese strengen Hürden, die gesetzlich vorgegeben sind, gewahrt werden müssen.

Er (Klaus Ulrich Kersten, ehemaliger Präsident des Bundeskriminalamtes) möge mir mal bitte belegen, wie bei dieser klaren Gesetzesvorlage, dies zu bewerten ist. Und da hat er sich einfach schlicht und ergreifend zurück gezogen, einigermaßen stolz, Gesetzesbruch eingestanden, und gesagt: “War doch der 11. September. Wir mussten doch was tun”

Zur Arbeit der Bundesregierung:

[....] Der Sinn des Rechtsstaates liegt in der Gesetzesbindung. Das ist also der Kern. Und die (Regierung) halten sich einfach nicht daran. Und die fühlen sich dabei auch noch gut. [...] Die haben nicht mal ein schlechtes Gewissen, weil sie sagen, und das ist die Mentalität die zur Zeit überwiegend im Parlament herrscht, “wie wollen ja den Menschen Gutes”. Und da stört das Gesetz hier, und das empfinden die als hinderlich, und dann sollen sie das Gesetz wenigsten ändern, damit das also deutlich wird [...] Aber wir haben ja jetzt auch bei der Vorratsdatenspeicherung, in der Diskussion, dass man diese Hürden formuliert, um deutlich zu machen, wir sind ja Rechtstaatlich. [...] Und für mich wird hier deutlich, dass das einfach ein Plazebo ist. Man gibt den Leuten Beruhigungspillen, und im Grunde genommen macht man das, was man für richtig hält.

Sofern man sich dafür interessiert, sollte man sich in jedem Fall den ganzen Podcast anhören, und seine Meinung nicht aufgrund der hier genannten Auszüge fällen. Ich fand sie allerdings sehr erwähnenswert und vom Prinzip her, könnte man das komplette Interview hier wieder geben.